Zum Inhalt springen

Das Volk der Sternfahrer (Psista’fna)

Physiologie

Die Psista’fna sind etwa halb so groß wie ein erwachsener Mann und haben eine grüne borkige Haut, die ähnlich den Blättern eines Baumes Chlorophyll enthält. Daraus schöpfen die Psista’fna (oder Baummenschen) den Großteil ihrer Nahrung. Sie ernähren sich ansonsten von Früchten und kleinen Tieren, die sie auf den Bäumen finden, die sie bewohnen.

Ein Psista’fna wird meist 30, selten mehr als 50 Jahre alt. Vor dem Tod beginnt die Haut zu welken, d.h. sie nimmt einen bräunlichen Ton an.

Ihre Gliedmaßen sind lang und gut zum Klettern geeignet. Die Augen sind groß und können auch im Dämmerlicht noch gut sehen.

Entstehung und Verbreitung

Das Volk der Psistaf’na hat sich in Akypára als erste intelligente Spezies neben den Drachen entwickelt und lebte früher größtenteils auf dem Erdboden. Vor mehreren zehntausend Jahren schließlich kletterten die ersten Psista’fna auf die Bäume und befanden diese für sicherer, vor allem, da neue Fressfeinde auftauchten. Später geriet in Vergessenheit, dass dieses Volk jemals auf dem Boden gelebt hatte (siehe Leben und Glaube).

Das Haupt-Siedlungsgebiet der Psista’fna befand sich bis zu den großen Turbulenzen 300 Jahre v.d.E. auf Palý Desaya zwischen der Perlenmeer-Küste bis zum Apratima-Gebirge in einem ausgedehnten tropischen Waldgebiet. Von dort breiteten sich die Psista’fna über die dicht stehenden Bäume immer weiter aus und bildeten verschiedene Stämme, die miteinander Handel trieben.

Leben und Glaube

„Ein Psista’fna verlässt nie die Bäume. Sie sind sein Schutz und sein Leben. Wer die Bäume verlässt, wird ausgestoßen aus seinem Volk.“

Die Psista’fna leben von und mit dem, was die Bäume ihnen geben. Sie verstehen sich nicht als Bewohner, sondern als Teil der Bäume. Über Jahrtausende halten sie an ihren Traditionen und auch an der Technologie fest, ohne sich Gedanken über eine Alternative zu machen. Das Leben der Gemeinschaft wird über das des Einzelnen gestellt. Verlässt jemand die Bäume, ob mit Absicht oder aus Versehen, wird er von seinem Volk verstoßen und jeder Versuch, wieder auf die Bäume zu klettern, wird aufs Schärfste bestraft, bis hin zum Tod.

Liegt ein Psista’fna im Sterben, wird er von seinem Volk an einen Ast gebunden. Sobald er völlig verwelkt ist, schneidet man die Seile ab und der tote Psista’fna fällt zu Boden, wo er dem Baum und damit seinem Volk als Nahrung dient.

Psista’fna legen Eier zur Fortpflanzung. Jeder aus dem Volk ist dazu in der Lage, ohne einen Gegenpart zu brauchen. Allerdings werden die Eierleger einmal im Jahr von den Ältesten eines Stammes ausgewählt. Zur Eiablage wird in einem Ritual die Rinde des Baumes angeritzt und die Eier hineingelegt, wo sie von Borke umschlossen werden. Nach 10-12 Monaten springt die Borke auf und gibt einen neugeborenen Psista’fna frei, der sofort in der Lage ist, sich auf dem Ast zu halten und kleinere Strecken zu klettern. Die Aufzucht erfolgt durch den ganzen Stamm. Die Jungen lernen vor allem von den Ältesten, die immer wieder die alten Mythen erzählen und auf die Gefahren hinweisen, die auf dem Boden lauern.

Großen Wert legt das Volk der Psista’fna auf Astronomie. Seit Jahrtausenden beobachten sie den Lauf der Sterne und haben eine eigene Sternenschrift entwickelt, mit der sie ihre Geschichten in die Rinde ihrer Wohnbäume ritzen.

Mythen und Legenden

Die Psista’fna glauben daran, dass vor langer Zeit ein Stern auf der Erde zersprungen ist und viele Samen gesät hat, aus denen ihre heiligen Bäume hervorgegangen sind. Die Psista’fna selbst seien aus dem Sternenstaub enstanden, der daraufhin auf die Erde herabgeregnet sei.

Meist wird pro Ei nur ein Psista’fna geboren. Sehr selten kommen jedoch Zwillinge vor, was im Glauben der Psista’fna ein schlechtes Zeichen ist. Es liegt in den Händen der Ältesten, den guten vom bösen Zwilling zu unterscheiden. Der böse Zwilling wird auf die Erde hinabgestoßen, wo er sterben muss, um das Leben des Stammes zu erhalten. Trifft die Wahl eines Ältesten den Falschen, bringt er großes Leid über seinen Stamm, denn schreckliche Dinge sollen geschehen, wenn der böse Zwilling am Leben bleibt. Es gibt keine Berichte darüber, doch von den Stämmen, in denen so etwas passiert sein soll, hat man nie wieder etwas gehört.

308 Jahre v.d.E. stellt eine Gruppe der Psista’fna Bewegungen im Himmel fest und sagt einen verheerenden Feuerregen voraus. Sie drängen darauf, dass die Psista’fna von den Bäumen steigen und Schutz im Gebirge suchen sollen. Sie werden als Frevler verstoßen. Die Psista’fna kennen kein Ende ihrer Zeit.

Vernichtung

Der vorausgesagte Feuersturm kommt 300 Jahre v.d.E. Eine kleine Gruppe aus Verstoßenen hat sich in die Höhlen gerettet, während der überwiegende auf den Bäumen lebende Teil vernichtet wird.

Die verbliebenen Psista’fna leiden unter Hunger, da ihre einzige Nahrungsquelle nicht mehr existiert. Es kommt zum Streit, der schließlich in einer blutigen Auseinandersetzung endet. Niemand überlebt die folgenden Wochen. Einzig ein paar Zeichnungen, sowie Überreste der Sternenrunen überleben auf Borken in der Großen Wüste, die später auch Sternfahrer-Wüste genannt werden wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner