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Entspannt auf der Arbeit – 5 Tipps

Wir rennen über die Station, reichen Hände und Steckbecken. Zwischendurch klingelt das Telefon. Eine Minute dokumentieren, bevor wieder jemand etwas will.

So schön der Pflegeberuf ist, er ist auch stressig. Am Ende des Tages brummt vielen der Schädel. Die Zunge klebt am trockenen Gaumen, Rücken und Füße tun weh. Den Feierabend verbringen wir auf der Couch, wo außer Fernsehen nichts geht. Und am nächsten Tag dasselbe Spiel…

Was wäre, wenn du dich bereits während der Arbeitszeit erholen könntest? Das klingt vielleicht erstmal verrückt. Aber es gibt tatsächlich einige Dinge, die du bereits im Dienst für dich tun kannst, selbst wenn es stressig ist. Hier stelle ich dir meine fünf wichtigsten Tipps vor, wie du dich auf der Arbeit entspannen kannst:

Achte auf deine Atmung

Im Stress atmen wir oft zu flach. So bekommen wir zu wenig Sauerstoff und sind weniger leistungsfähig. Außerdem stauen sich Gefühle an, die sich dann als Kloß in Hals oder Bauch bemerkbar machen.

Achte mal darauf, was passiert, wenn du tiefer atmest – gerne auch jetzt in diesem Moment. Deine ganze Haltung verändert sich. Herausforderungen werden machbarer. Du kannst dir auch vorstellen, dass du Stress aus- und Energie einatmest. So hilfst du deinem Gehirn, die Situationen direkt zu verarbeiten und musst nicht später Zeit damit verbringen.

Wasser statt Schokolade

Die Schokoriegel locken im Dienstzimmer und du brauchst schnell Energie… Trinke Wasser stattdessen! Diesen Trick habe ich aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wenn wir Heißhunger auf Zucker haben, ist das oft ein Zeichen, dass unser Körper dehydriert ist.

Nimm dir ein machbares Ziel vor, z.B. ein Liter Wasser pro Schicht. Das kannst du langsam steigern. Und wenn du genug getrunken hast, ist ein Stückchen Schokolade natürlich auch noch drin 😉

Gönn dir eine Mini-Auszeit

In der Regel darfst du auf deine Pause bestehen. Es gibt Tage, wo das (scheinbar) nicht geht. Durchpowern ist aber auch keine Option. Am Ende bist du völlig k.o. und bekommst nichts mehr auf die Reihe.

Deshalb nimm dir zwischendurch Zeit zum Durchatmen. Vielleicht gibts noch ganz dringende Dinge zu erledigen. Mach dir bewusst: Du kannst deinen Job nur mit einem klaren Verstand machen. Wenn du im Stress-Tunnel hängst, machst du Fehler, die dich im Endeffekt mehr Zeit kosten.

Eine Mini-Auszeit kann zwei Minuten lang sein oder fünf, je nachdem wie es gerade passt. Setze dich irgendwo hin, wo du möglichst ungestört bist. Notfalls geht auch das WC. Spüre dich, spüre deinen Atem. Wichtig: Hol dir nicht noch mehr Input rein, z.B. indem du auf dein Smartphone schaust. Die Mini-Auszeit dient dazu, dass dein System etwas zur Ruhe kommen kann.

Hier findest du eine Meditation, die ca. 7 Minuten dauert. Du kannst sie z.B. auch in deiner Pause per Kopfhörer hören.

Richte deinen Fokus aus

Manchmal verfangen wir uns in einer Negativspirale. Wenn du eine Sache gerade nicht lösen kannst, bringt es nichts, darüber nachzudenken. Konzentriere dich darauf, was machbar ist. Alles andere bleibt liegen.

Sei gut zu dir. Du gibst jeden Tag dein Bestes – auch wenn du nicht alles schaffst, was du dir vorgenommen hast. Lobe dich so oft es geht, gerade für Kleinigkeiten. Du wirst sehen, wieviele großartige Dinge du täglich vollbringst.

Durchbrich die Routine

Tanze mal über den Flur, begrüße deine Kolleg*innen mit „Frohe Ostern“ oder benutze die Waschschüssel als Klangschale (die haben wirklich einen tollen Sound). Mach dir bewusst: Das hier ist dein Arbeitsbereich. Du darfst ihn dir so einrichten, dass er dir Freude macht.

Auch der Stress-Tunnel kann eine Routine sein. Unser System gewöhnt sich daran, wenn wir es nicht von Zeit zu Zeit aufwecken.

Hast du schonmal einen dieser Tipps ausprobiert? Oder kennst du noch mehr Life Hacks für mehr Entspannung im Arbeits-Alltag? Ich freue mich auf deinen Kommentar

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