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Geld verdienen – um welchen Preis?

Womit willst du später Geld verdienen?

Diese Frage hast du vermutlich auch als Kind gehört. Früher habe ich gedacht, dass meine Arbeit dazu dient, die Zahl auf meinem Konto zu erhöhen. Als ich ins Burnout geschliddert bin, habe ich angefangen, das in Frage zu stellen.

Will ich wirklich Geld verdienen? Und wieviel eigentlich? Diese Fragen habe ich mir früher nicht gestellt. Ich hatte meine Ausbildung abgeschlossen und dachte: Das ist es jetzt. So arbeitet man in der Pflege. Ich mache meine zwölf Tage am Stück, Früh-, Spät- und Nachtdienst, natürlich auch am Wochenende und an Feiertagen. Und am Ende des Monats bekomme ich den Lohn dafür, der sich dann innerhalb eines Monats wieder verbraucht. Damit mein Konto nicht ins Minus geht, muss ich weiter arbeiten.

Ich habe jahrelang nur für das Geld geschuftet.

Wenn am Ende des Monats etwas mehr übrig blieb, habe ich mir etwas gegönnt. Und wenn die schwarze Null da stand, war ich zufrieden. Aber ich war nicht erfüllt. Ich war ein Sklave des Geldes, habe mich täglich im Job abgerackert und mich nie gefragt, was ich eigentlich will.

Wir vergessen oft, dass Geld nur ein Mittel zum Zweck ist. Mit Geld kann ich mir viele tolle Dinge leisten: Eine warme Wohnung, Möbel, Essen, Konzerte, Ausflüge, Kleidung, Urlaube und noch vieles mehr. Und was wozu dient mir das alles?

Wir wollen glücklich sein.

Ich glaube, das ist das große Ziel von uns allen. Wir wollen uns sicher und geborgen fühlen. Wir wollen uns frei fühlen, die Dinge zu tun, die uns am Herzen liegen. Wenn ich mir das bewusst mache, trete ich aus dem Hamsterrad heraus. Ich sehe meine Arbeit nicht mehr als notwendiges Übel. Ich gehe mittlerweile sogar sehr gerne arbeiten, weil ich weiß, dass diese Arbeit mir die Dinge bezahlt, die ich für mein Glücklichsein brauche. Und das ist gar nicht so viel.

Gerade in der Pflege haben wir den Luxus, dass wir uns unsere Arbeitszeit mittlerweile aussuchen dürfen. Ich kann selbst bestimmen, wieviel Geld ich brauche. Will ich einen großen Urlaub machen? Dann kann ich ein paar Monate mehr arbeiten, vielleicht auch steuerfrei als Minijob. Oder bin ich erfüllt, wenn ich einfach mit Freund*innen in die Natur um die Ecke gehe? Möchte ich ein eigenes Auto haben, weil es mir das Gefühl von Freiheit verschafft? Oder fühle ich mich freier, wenn ich in der Bahn entspannen kann, auch wenn sie manchmal später kommt?

Ich darf mich jederzeit entscheiden, wie ich mir selbst gut tun möchte. Stress erdrückt mich nicht mehr, weil ich einen Sinn darin sehe. Das ist der Deal, den ich freiwillig eingehe, um mein eigenes Glück finanzieren zu können. Und wenn mein Job mich nicht mehr glücklich macht, kann ich mich jederzeit neu orientieren.

Wo glaubst du noch, dass du Geld verdienen musst? Oder bist du bereits dabei, dich glücklich zu arbeiten? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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Beitragsbild von Mat Napo auf Unsplash

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