Maria (Blondie Acoustic Cover)

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Früher habe ich gedacht, ich kann gar nicht singen. Und das war auch lange Zeit so. Trotzdem habe ich immer wieder geübt – besser gesagt, ich habe einfach gesungen, auch wenns schief war.

Als ich dann vor einigen Jahren Klavierunterricht nahm, erzählte ich meinem Lehrer, dass ich nicht singen könnte. Er meinte nur, das wäre Blödsinn. Jeder könne singen. Innerhalb weniger Minuten hatte er seine These bewiesen. Ich sang eine Melodie aus einem Lied, das ich gerade übte (Willst Du von Schandmaul). Fehlerfrei. Ich war baff.

Daraufhin wurde ich immer mutiger und sang auch schonmal auf Festivals – während der Aftershow-Party auf dem Campingplatz, wenn jemand eine Gitarre dabei hatte. Da bekam ich gemischtes Feedback. Ein paar Lieder fanden die Leute richtig gut. Bei einigen verhaute ich die Töne ordentlich.

Also begann ich zu forschen und gezielt zu üben. Am besten ging das, wenn ich mit anderen sang. Ich kann relativ gut Melodien nachsingen, die ich mal gehört habe. Und wenn da Leute sind, die mich korrigieren können, umso besser.

Dass ich jetzt mit meiner Musik rausgehe, ist ein weiterer Schritt, um mir selbst zu zeigen: Ich singe nicht perfekt. Aber ich bin ganz gut. Ich glaube sowieso, dass wir durch die Medien in puncto Perfektion ganz schön geprägt sind. Falls dir mal jemand sagt, du singst schief, sag ihm: Ja, das mag sein. Aber irgendwie muss man ja anfangen.

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