Über mich

Mein Name ist Florian Eichhorn. Eine der ersten Eigenschaften, die Menschen mit mir verbinden, ist Kreativität. Einerseits drückt sich das in dem aus, was ich tue: Ich schreibe, male, zeichne, musiziere… Aber in der Tiefe ist Kreativität ein Lebensgefühl, das in uns allen verwurzelt ist.

Kreativität bedeutet Schöpferkraft. Aus zwei oder mehr Dingen wird etwas Neues zusammen gesetzt – so wie Samen und Eizelle einen völlig neuen Menschen kreieren. So gesehen sind wir alle Produkte eines kreativen Prozesses.

Außerdem erschaffen wir selbst täglich etwas Neues, ohne groß darüber nachzudenken. Selbst ein Käsebrot ist bereits eine kreative Leistung! Das meine ich völlig ernst. In meinen Kursen erlebe ich immer wieder Menschen, die von sich behaupten, wenig bis gar nicht kreativ zu sein. Doch mit ein wenig Vertrauen in den Prozess beweisen sie sich schon bald, dass sie durchaus in der Lage sind, eine Landkarte über ihr eigenes Leben zu zeichnen. Was könnte kreativer sein?

Manchmal braucht es nur ein wenig Fantasie und Inspiration. Diese möchte ich gern mit meinen Geschichten, Gedichten und Büchern schenken. Meist geht es um die großen Fragen des Lebens: Wer bin ich? Was ist meine Aufgabe in dieser Welt? Auf was kann ich vertrauen? Ich habe keine endgültigen Antworten auf diese Fragen gefunden. Deshalb erzähle ich die Geschichte von verschiedenen Charaktere, die ihre jeweils eigene Perspektive darauf haben.

Bisher habe ich zwei Bücher veröffentlicht, bin auf diversen Lesebühnen und Poetry Slams aufgetreten, habe eigene Bühnenkonzepte auf die Beine gestellt und bin seit Anfang 2021 Teamleader des homodea meetingpoints „Story of your Life“, wo wir uns mit dem tranformativen Schreiben beschäftigen.

Du erreichst mich am besten per Mail an flo.eichhorn@web.de.

Ein Abriss über mein Leben

Ich wurde am 25. Juli 1989 in Gelsenkirchen geboren. Schon in der Grundschule traf ich die Entscheidung: Ich wollte ein guter Autor werden. Also begann ich zu üben. Ich bin meinen Eltern dankbar, die dafür sorgten, dass immer Papier und Stifte im Haus waren.

Im Jahr 1999 nahm ich an einem Schreib-Wettbewerb des Autors Paul Maar (u.a. „Das Sams“) teil. Dabei ging es darum, eine Geschichte des Autors weiter zu spinnen.

Ich kam unter die besten zehn Schüler*innen von NRW. Das Treffen mit Paul Maar in Düsseldorf machte mich damals sehr stolz und hat mich sicher nachhaltig motiviert, am Schreiben dranzubleiben.

Mit 21 Jahren wollte ich mir im Unperfekthaus Essen einen Ü30 Poetry Slam anschauen. Leider hatten die Organisatorinnen Pech gehabt – es kam nur ein Teilnehmer. Kurzerhand fischten sie im Publikum nach Leuten, die Lust hatten, einen Text auf der Bühne vorzutragen. Meine damalige Freundin überredete mich.

Mein Text überzeugte das Publikum – und ich gewann neun Jahre zu früh einen Ü30 Poetry Slam. Nicht nur das: Ich wurde Teil vom „Literaturstudio“ und organisierte über Jahre die Offene Lesebühne im Unperfekthaus mit. Da habe ich auch Steffen D. Meyer und Marlies Pante getroffen, die mich nachhaltig dazu motiviert haben, meinen ersten Roman zu veröffentlichen.

Als ich nach meiner Krankenpflege-Ausbildung das erste Mal in einem Altenheim gearbeitet habe, kam mir eine verrückte Idee: Was, wenn einer der alten Menschen ein Vampir wäre, aber dement? So entspann sich die Geschichte um Karl Gustav Broskowski. Das erste Kapitel schrieb ich während der Sitzwache in einer Psychiatrie.

Auf der Lesebühne kam die Geschichte sehr gut an. Schließlich strickte ich ein ganzes Buch daraus, das einige Jahre später veröffentlicht wurde. 2014 war die erste Lesung aus dem damals noch unfertigen Werk.

„Du bist das Beste, was ich jemald in einem Keller gefunden habe“

…sagte mir einmal Anika Wilms, die Gründerin der Theatergruppe „Storytellers Ruhrgebiet“. Sie war damals im Unperfekthaus auf der Suche nach Menschen, die ihr bei der Gestaltung von Requisiten helfen konnten. Dabei kam sie in unserem Keller-Atelier K6 vorbei. Zunächst sprachen wir über Schriftrollen, Landkarten und dergleichen. Später wurde ich für die Rolle des jüngsten Königssohnes von Arantis gecastet. Was ich zunächst nicht wusste: Prinz Pelias spielte die Hauptrolle im Fantasy-Theaterstück „Die Welt von Mundoria – mit Schwert, Charme und Geweih“. 1 1/2 Jahre war ich mit den Storytellers auf der Bühne und habe unglaublich viel gelernt.